Was macht eine gute Landingpage aus?
Eine Landingpage hat eine klare Aufgabe: Sie soll Besucher zu einer bestimmten Handlung führen. Das kann eine Anfrage, eine Terminbuchung, ein Kauf oder der Download eines Dokuments sein. Anders als eine klassische Website muss sie nicht das gesamte Unternehmen erklären. Sie konzentriert sich auf ein Angebot, eine Zielgruppe und ein konkretes Ziel.
Genau diese Konzentration macht eine gute Landingpage erfolgreich. Besucher sollten innerhalb weniger Sekunden verstehen, was angeboten wird, welchen Vorteil sie davon haben und was sie als Nächstes tun können. Google empfiehlt ebenfalls, dass Anzeigen und zugehörige Landingpages inhaltlich zusammenpassen und das beworbene Angebot klar und korrekt darstellen.
Die wichtigsten Elemente
Element | Aufgabe |
|---|---|
Klare Headline | erklärt Angebot und Nutzen |
Kurze Einleitung | schafft Kontext und Interesse |
Starker Call-to-Action | zeigt den nächsten Schritt |
Vorteile | beantworten: „Was habe ich davon?“ |
Vertrauenssignale | reduzieren Zweifel |
Klare Struktur | führt durch die Seite |
Schnelle Ladezeit | verhindert unnötige Absprünge |
Die Headline muss sofort verständlich sein
Die Hauptüberschrift ist häufig das Erste, was Besucher wahrnehmen. Sie sollte deshalb nicht nur kreativ klingen, sondern verständlich erklären, worum es geht. Allgemeine Aussagen wie „Wir bringen dich weiter“ oder „Die Zukunft beginnt jetzt“ erzeugen zwar Stimmung, sagen aber wenig über das konkrete Angebot aus.
Eine gute Headline verbindet Leistung und Nutzen:
Unklare Headline | Klarere Alternative |
|---|---|
Deine Zukunft beginnt hier | Ein neuer Markenauftritt für wachsende Unternehmen |
Mehr Erfolg für dein Business | Landingpages, die Anfragen verständlich führen |
Wir denken weiter | Persönliches Grafikdesign mit klarer Projektstruktur |
Alles aus einer Hand | Design, Planung und Abstimmung an einem Ort |
Kreativität ist sinnvoll, solange die zentrale Aussage nicht versteckt wird. Auch für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen empfiehlt Google, Begriffe zu verwenden, nach denen Menschen tatsächlich suchen, und sie an prominenten Stellen wie Seitentitel und Hauptüberschrift einzusetzen.
Der erste sichtbare Bereich entscheidet
Der Bereich, den Nutzer direkt nach dem Öffnen der Seite sehen, wird häufig als Hero Section bezeichnet. Dort sollten die wichtigsten Informationen stehen, ohne dass zunächst gescrollt werden muss.
Ein guter Einstieg enthält normalerweise:
eine verständliche Hauptüberschrift
eine kurze Erklärung
einen klaren Button
eine passende visuelle Darstellung
gegebenenfalls ein Vertrauenssignal
Der Besucher muss noch nicht jedes Detail kennen. Er sollte jedoch genug verstehen, um weiterzulesen oder bereits die gewünschte Handlung auszuführen.
Ein Ziel statt vieler Möglichkeiten
Eine Landingpage funktioniert besser, wenn sie auf eine primäre Handlung ausgerichtet ist. Mehrere gleichwertige Buttons, unterschiedliche Angebote und umfangreiche Navigationen können vom eigentlichen Ziel ablenken.
Mögliche Hauptziele sind:
Ziel | Passender Call-to-Action |
|---|---|
Beratungsgespräch | Erstgespräch vereinbaren |
Projektanfrage | Projekt anfragen |
Angebot | Angebot erhalten |
Download | Guide herunterladen |
Anmeldung | Kostenlos anmelden |
Kontakt | Nachricht senden |
Der genaue Text sollte beschreiben, was nach dem Klick passiert. „Mehr erfahren“ ist oft weniger konkret als „Kostenloses Erstgespräch buchen“.
Vorteile statt reiner Leistungslisten
Besucher interessieren sich nicht nur dafür, was angeboten wird. Sie möchten vor allem wissen, welchen Unterschied das Angebot für sie macht.
Eine reine Leistungsbeschreibung lautet beispielsweise:
Wir gestalten individuelle Landingpages.
Eine nutzenorientierte Formulierung wäre:
Du erhältst eine klar strukturierte Landingpage, die dein Angebot verständlich erklärt und Interessenten gezielt zur Anfrage führt.
Beide Aussagen beschreiben dieselbe Leistung. Die zweite zeigt jedoch deutlicher, warum sie für den Kunden relevant ist.
Leistung | Möglicher Nutzen |
|---|---|
Individuelles Design | ein Auftritt, der zur Marke passt |
Mobile Optimierung | gute Nutzung auf Smartphone und Tablet |
Klare Seitenstruktur | Inhalte werden schneller verstanden |
Persönliche Abstimmung | weniger unnötige Feedbackschleifen |
Flexible Komponenten | spätere Anpassungen werden einfacher |
Vertrauen muss sichtbar werden
Vor einer Anfrage entstehen fast immer Fragen: Ist das Angebot seriös? Passt es zu meinem Projekt? Was passiert nach dem Absenden? Kann ich dem Anbieter vertrauen?
Eine gute Landingpage beantwortet diese Zweifel nicht erst ganz am Ende. Sie baut passende Vertrauenssignale in den Seitenverlauf ein.
Dazu können gehören:
Kundenstimmen
konkrete Referenzen
Projektbeispiele
ein nachvollziehbarer Ablauf
echte Ansprechpartner
transparente Leistungen
häufig gestellte Fragen
verständliche Kontakt- und Unternehmensinformationen
Nicht jedes Unternehmen braucht große Kundenlogos oder beeindruckende Zahlen. Gerade bei kleineren Agenturen können eine persönliche Vorstellung, nachvollziehbare Arbeitsweise und echte Projekteinblicke deutlich glaubwürdiger sein.
Die Seite braucht eine klare Dramaturgie
Eine Landingpage sollte nicht wie eine zufällige Sammlung von Sektionen wirken. Die Inhalte brauchen eine Reihenfolge, die den Fragen des Besuchers folgt.
Ein möglicher Aufbau:
Angebot und Nutzen erklären
Problem oder Ausgangslage aufgreifen
Lösung und Leistungen zeigen
Vorteile verständlich machen
Vertrauen durch Beispiele aufbauen
Ablauf oder Zusammenarbeit erklären
häufige Fragen beantworten
zur Handlung auffordern
Nicht jede Landingpage benötigt alle diese Abschnitte. Bei einfachen Angeboten kann eine kurze Seite ausreichen. Bei erklärungsbedürftigen Leistungen ist meist mehr Kontext notwendig.
Wie lang sollte eine Landingpage sein?
Dafür gibt es keine feste Seitenlänge. Die Landingpage sollte so lang sein, wie es zur verständlichen Erklärung und Entscheidungsfindung nötig ist – aber nicht länger.
Ein einfaches Angebot kann mit wenigen Sektionen auskommen. Eine teure oder komplexe Dienstleistung benötigt häufig mehr Informationen, Referenzen und Antworten auf mögliche Einwände. Untersuchungen zeigen allerdings, dass unnötig große Informationsmengen Entscheidungen erschweren können. Mehr Inhalt ist daher nicht automatisch besser.
Kurze Landingpage | Längere Landingpage |
|---|---|
bekanntes, einfaches Angebot | erklärungsbedürftige Dienstleistung |
geringe Entscheidungshürde | höhere Investition |
klare Zielgruppe | mehrere offene Fragen |
direkter Nutzen | Vertrauen muss stärker aufgebaut werden |
wenig Varianten | komplexer Leistungsumfang |
Design soll führen, nicht ablenken
Gutes Landingpage-Design macht die Botschaft nicht komplizierter, sondern leichter verständlich. Farben, Typografie, Bilder und Animationen sollten die Orientierung unterstützen.
Besonders wichtig sind:
gut lesbare Schriftgrößen
klare Kontraste
erkennbare Buttons
konsistente Abstände
ausreichend Freiraum
eine sichtbare Inhaltsreihenfolge
gezielt eingesetzte Animationen
Wenn jedes Element Aufmerksamkeit fordert, verliert die Seite ihren Fokus. Ein ruhiges Layout kann deutlich wirkungsvoller sein als eine Seite mit vielen Effekten.
Mobile ist kein nachträglicher Schritt
Viele Landingpages werden zuerst auf einem großen Bildschirm gestaltet und anschließend für Smartphones verkleinert. Das reicht meistens nicht aus. Mobile Nutzer benötigen andere Abstände, kürzere Textzeilen, ausreichend große Bedienelemente und eine klare Reihenfolge.
Besonders geprüft werden sollten:
Ist die Headline vollständig sichtbar?
Ist der Button leicht erreichbar?
Sind Texte angenehm lesbar?
Laden Bilder schnell genug?
Funktionieren Formulare problemlos?
Bleibt die wichtigste Aussage verständlich?
Eine Seite kann auf dem Desktop überzeugend aussehen und mobil trotzdem schwer nutzbar sein.
Ladezeit beeinflusst die Erfahrung
Große Bilder, Videos, Animationen und unnötige Skripte können eine Landingpage verlangsamen. Deshalb sollte die visuelle Qualität immer mit der technischen Performance abgestimmt werden.
Google bewertet mit den Core Web Vitals unter anderem Ladeverhalten, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität. Die aktuellen Kennzahlen sind LCP, INP und CLS.
Eine bestehende Seite kann kostenlos mit Google PageSpeed Insights geprüft werden. Das Tool zeigt sowohl Labordaten als auch – sofern verfügbar – reale Nutzungsdaten und gibt Hinweise auf mögliche Verbesserungen.
Formulare sollten einfach bleiben
Jedes zusätzliche Formularfeld erhöht den Aufwand für den Besucher. Deshalb sollten nur Informationen abgefragt werden, die für den nächsten Schritt wirklich benötigt werden.
Für eine erste Projektanfrage reichen häufig:
Name
E-Mail-Adresse
kurze Beschreibung des Projekts
Weitere Fragen können später im persönlichen Gespräch geklärt werden. Bei komplexeren Projekten kann ein etwas ausführlicheres Formular sinnvoll sein, solange verständlich bleibt, warum die Informationen benötigt werden.
Häufige Fehler
Unklare Botschaft
Die Seite sieht hochwertig aus, aber das konkrete Angebot bleibt unverständlich.
Zu viele Handlungsaufforderungen
Newsletter, Projektanfrage, Download, Social Media und verschiedene Angebote konkurrieren miteinander.
Allgemeine Aussagen
Begriffe wie „innovativ“, „ganzheitlich“ oder „maßgeschneidert“ werden verwendet, ohne konkret zu zeigen, was sie bedeuten.
Fehlende Vertrauenssignale
Besucher erfahren viel über die Leistung, aber kaum etwas über Anbieter, Ablauf oder bisherige Projekte.
Überladene Gestaltung
Zu viele Animationen, Effekte und Farben lenken von der eigentlichen Botschaft ab.
Schwache mobile Umsetzung
Texte sind zu klein, Inhalte zu lang oder Buttons schwer erreichbar.
Eine einfache Checkliste
Frage | Erfüllt? |
|---|---|
Ist das Angebot innerhalb weniger Sekunden verständlich? | ☐ |
Gibt es ein klares Hauptziel? | ☐ |
Beschreibt die Seite konkrete Vorteile? | ☐ |
Ist der Call-to-Action eindeutig? | ☐ |
Werden typische Zweifel beantwortet? | ☐ |
Funktioniert die Seite auf dem Smartphone? | ☐ |
Laden Bilder und Inhalte schnell? | ☐ |
Ist das Formular kurz und verständlich? | ☐ |
Fazit
Eine gute Landingpage braucht nicht möglichst viele Inhalte oder spektakuläre Effekte. Sie benötigt eine klare Botschaft, eine nachvollziehbare Struktur und ein eindeutiges Ziel.
Design, Text und Technik müssen dabei zusammenarbeiten. Die Seite sollte das Angebot verständlich erklären, Vertrauen aufbauen und Besuchern den nächsten Schritt so einfach wie möglich machen.


